Die Jahreszeit hat sich gewandelt – spiegelt sich das auch auf Ihrem Teller wider?

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Die aktuelle Jahreszeit bringt ein leises Gefühl von Leichtigkeit und Erneuerung mit sich.
Das dichte, schwere Gefühl des Winters beginnt sich allmählich zu lösen. Die Morgen wirken heller, und die Märkte füllen sich wieder mit frischen Farben. Der Körper verlangt nun ganz natürlich nach etwas anderem: leichtere Mahlzeiten, frischere Aromen, weniger Schwere.

Was jetzt wächst, ist genau das, was den Körper in diesem Übergang unterstützt. Folgt man der Saison, findet auch das eigene System mühelos in einen neuen Rhythmus.

Klassische ayurvedische Texte beschreiben diese Zeit als eine Phase, in der die Verdauung noch empfindlich ist und Kapha – die Schwere, die sich über den Winter aufgebaut hat – allmählich dem ansteigenden Pitta weicht. Leichte, frische und einfache Nahrung bietet nun die beste Unterstützung.

FÜNF LEBENSMITTEL, die jetzt besonders geeignet sind

1. Spargel

In ganz Europa hat die Spargelsaison beinahe etwas Feierliches. Zart und still komplex unterstützt er den Körper, ohne ihn zu belasten. Seine feine Bitterkeit und sein hoher Wassergehalt helfen, verbleibende Winterschwere auszuleiten, und bleiben dabei gut verdaulich. Am besten schlicht zubereitet: leicht gegart, mit etwas Ghee oder Olivenöl angemacht.

2. Rhabarber

Scharf, lebendig, unverwechselbar. Nach Monaten schwerer Kost regt seine natürliche Säure sanft den Appetit an und belebt die Verdauung – so wird der Übergang in den Frühling auf angenehme Weise unterstützt. Für den Verzehr sollte er gegart werden; die Wärme mildert seine Schärfe und macht seine reinigende Wirkung besser verträglich. Ein einfaches, behutsam zubereitetes Kompott ist vollkommen ausreichend.

3. Erdbeeren

Die ersten erscheinen, und plötzlich sind sie überall. Ihre Süße, kombiniert mit einer leichten Säure und ihrer kühlenden Wirkung, macht sie ideal, wenn die Tage wärmer werden. Sie erfrischen, ohne die Verdauung zu belasten, und gleichen sanft die zunehmende innere Wärme aus. Klassische Texte beschreiben vergleichbare Früchte als nährend, herzstärkend und befriedigend – insbesondere, wenn sie vollständig gereift sind. Am besten werden sie schlicht genossen, vorzugsweise früher am Tag. Für eine bessere Verträglichkeit empfiehlt es sich, sie nicht mit Milch zu kombinieren.

4. Radieschen


Knackig, würzig, lebendig. Die Schärfe der Radieschen regt die Verdauung an und hilft, verbleibendes Kapha – jene Winterschwere, die träge machen kann – zu reduzieren. Bereits einige Scheiben mit etwas Salz oder Zitrone können eine Mahlzeit spürbar beleben.

5. Spinat & Feldsalat


Zarte Blattgemüse, fein, aber wirkungsvoll. Ihre leichte Bitterkeit unterstützt den Abbau von Ama – Stoffwechsel-Rückständen aus dem schwereren Essen der Winterzeit, meist gepaart mit der – zumindest in unseren Breitengraden – verringerten Bewegung im Alltag. Leicht gedünstet oder schlicht angemacht sind beide sowohl nährend als auch gut verdaulich.

EIN EINFACHES TÄGLICHES RITUAL
Rosinenwasser

Manches, was besonders wirksam ist, ist zugleich bemerkenswert einfach.
Rosinen – im Ayurveda als Drākṣā bekannt – werden in klassischen Texten als kühlend, nährend sowie sanft verdauungsfördernd und hydratisierend beschrieben. Mit steigenden Temperaturen unterstützen sie eine gleichmäßige Energie, lindern Trockenheit und schenken eine ruhige Form der Nährung, ohne Schwere hervorzurufen. Diese Gewohnheit bereits jetzt zu beginnen, bereitet gut auf die wärmere Jahreszeit vor.

Zutaten
• 10–15 dunkle Rosinen (bio, ungeschwefelt)
• 250 ml Wasser bei Raumtemperatur
• Optional: 1 leicht angedrückte grüne Kardamomkapsel, einige Safranfäden

Zubereitung
Am Abend werden die Rosinen in ein Glas Wasser bei Raumtemperatur gegeben und über Nacht eingeweicht. Am Morgen umrühren und trinken. Die eingeweichten Rosinen können zusammen mit dem Frühstück verzehrt werden.

Ideal ist der Genuss am Morgen für einen sanften Start in den Tag, am späten Nachmittag als leichte Erfrischung oder immer dann, wenn die Wärme nach etwas Einfachem verlangt.

Diese Jahreszeit verlangt nicht viel.


Eine kleine Anpassung genügt: leichtere Kost, frischere Zutaten und etwas mehr Aufmerksamkeit für das eigene Verdauungsempfinden führt schon zu einem natürlichen Nachlassen der Schwere, die der Winter hinterlässt. Sollte die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit sich trotzdem nicht ausreichend verringern, dann trinken Sie zusätzlich zwei-bis dreimal täglich ein Glas heißen Ingwertee, der die Verdauungskraft noch stärker ankurbelt und die Entgiftung unterstützt. Einfach ein paar Scheiben frischen Ingwers mit heißem Wasser überbrühen, ein paar Minuten ziehen lassen und heiß trinken. Folgt man diesen Empfehlungen, findet der Körper meist von selbst in sein Gleichgewicht zurück.

Quellen

Aṣṭāṅgahṛdayam (Sūtrasthāna 3 & 6), Caraka Saṃhitā (Sūtrasthāna 25, 27; Cikitsāsthāna 26), Suśruta Saṃhitā (Sūtrasthāna 46), Dhanvantari Nighaṇṭu, Bhāvaprakāśa Nighaṇṭu, Rāja Nighaṇṭu, P.V. Sharma — Dravyaguṇa Vijñāna, Vol. 2, K.M. Nadkarni — Indian Materia Medica, M.S. Valiathan — The Legacy of Caraka


Zur Ergänzung dieses Beitrags wurde ein kurzes Video unseres CEO, Lothar Pirc, beigefügt.

Darin gibt er Einblicke in unsere Klinik, die Prinzipien des Maharishi Ayurveda sowie die Sorgfalt hinter unseren Behandlungen. Er spricht über die Bedeutung reiner Zutaten, traditionelles Wissen und darüber, wie beides in unserer Arbeit zusammengeführt wird. Interessierte sind herzlich eingeladen, Ayurveda näher kennenzulernen, uns zu besuchen und Zeit mit uns zu verbringen.

Lothar Pirc

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