Zitronen-Honigwasser

Wenn Sie schon einmal bei uns in der Maharishi Ayurveda-Privatklinik Bad Ems zu einer Ayurveda Kur waren, hat Ihnen der Arzt viele Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, die Sie zu Hause umsetzen können. Eines der einfachsten Rezepte ist der Zitronen-Honig-Trunk, der gleich morgens auf nüchternen Morgen getrunken wird.
Wenn Sie kurz darauf frühstücken wollen, warten Sie damit am besten eine halbe Stunde, damit er seine segensreiche Wirkung ungestört entfalten kann. Denn vor dem Frühstück sind große Teile des Dünndarms noch leer, sodass die Heilwirkungen von Honig und Zitrone auch tiefere Darmabschnitte erreichen.

Sauer macht lustig – altbewährt und gut: Das Zitronen-Honigwasser

Rezept:

  • Geben Sie in ein Glas zimmer- oder lauwarmes Wasser
  • den Saft einer frisch ausgepressten halben Zitrone (etwa 2 Teelöffel frischen Saft),
  • fügen Sie nach Geschmack ½ bis 2 Teel. kaltgeschleuderten Honig hinzu
  • gut umrühren – fertig!

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Dieses wohlschmeckende und erfrischende Getränk regelmäßig genossen beugt Blähungen vor, fördert die Stuhlentleerung, entgiftet den Organismus und ist eine gute Unterstützung bei der Gewichtsreduktion. Ganz wichtig: Das Wasser sollte nie über 40°C sein, da nach ayurvedischer Auffassung sonst der Honig ungesunde Spaltprodukte erzeugt, die schwer wieder aus unserem Körper zu eliminieren sind.

Ideale Zusammenstellung – optimaler Effekt

Sauer macht lustig, weiß schon der Volksmund. Der saure Geschmack der Zitrone reduziert Vata, und die schwache Säure der Zitrone reinigt die Srotas, die Stoffwechsel- und Transportwege unseres Körpers. Zitrone wirkt also allgemein entgiftend. Ein ausgeprägter saurer Geschmack zieht jedoch die Srotas zusammen – ebenso wie man unwillkürlich das Gesicht verzieht, wenn man in eine Zitronenscheibe hineinbeißt. Da sich durch enge Srotas mehr Ama (Stoffwechselablagerungen) in den Körperzellen einlagern könnten, puffert der Ayurveda diesen unerwünschten Effekt durch die Hinzugabe von Honig, so dass insgesamt ein angenehm sanfter Geschmack resultiert. Dadurch wird der entgiftende Effekt der Zitronensäure nicht nur beibehalten, sondern sogar noch intensiviert. Denn Honig ist nicht nur süß, sondern hat immer auch eine zusammenziehende Komponente, die in verdünnter Form die Schwere und Trägheit von Kapha reduziert.

Aber dieses einfache Getränk hat bei näherer Betrachtung noch viele wunderbare Einzelwirkungen:

Die Zitrone ist eine der Vitamin-C-reichsten Früchte überhaupt, wobei das natürliche Vitamin C im Zusammenspiel mit den Bioflavonoiden aus den Häutchen der Zitrone besonders gut aufgenommen wird.

Der Zitronensaft

  • reduziert die Schleimbildung im Köper,
  • ist antibakteriell/ antiviral und beugt Infekten vor (Vitamin C).
  • Er normalisiert die Darmflora.
  • Zitronensaft hilft, Gifte besser auszuscheiden (über Leber und Niere)
    und Harnsäure aus den Gelenken zu lösen.
  • In Gegenwart von Zitronensaft kann Eisen besser aus der Nahrung absorbiert werden.
  • Zitronen sind reich an Antioxidantien, sie reduzieren Schäden durch freie Radikale und dadurch indirekt Entzündungen, Alterungsprozesse, Gefäßverkalkung und Krebs.
  • Sie kurbeln die Zellatmung an, wodurch mehr Energie erzeugt wird.
  • Durch Anregung des Energieverbrauchs wird weniger Körperfett angesetzt.
  • Das darin enthaltene Pektin verbessert die Verdauung; es regt die Funktion von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse an, beugt Blähungen vor und fördert die Stuhlentleerung.
  • Zitronensaft verbessert das hormonelle Gleichgewicht.
  • Magnesium- und Kaliumreichtum bessern Gehirnleistung und Konzentration.
  • Zitronensaft verringert die Durchlässigkeit der kleinen Blutgefäße, was ein guter Schutz gegen Zahnfleischbluten, Ödeme, Entzündungen und Allergien ist.

Der Honig

  • entzieht Bakterienzellen Wasser, sodass diese schrumpfen und absterben.
  • Sein Enzym Glukoseoxydase produziert aus den Honigbestandteilen Wasserstoffperoxid, was ebenfalls eine bakterienhemmende und bakterientötende Wirkung hat.
  • Daher verkürzt er die Behandlungsdauer bei Durchfall infolge von Coli- und Salmonelleninfektionen.
  • Honig unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora, denn seine antimykotischen und antibakteriellen Eigenschaften behindern das Wachstum von Pilzen und Bakterien.
  • Er stärkt das Immunsystem durch seinen Calcium-, Eisen-, Magnesium- und Natriumgehalt.
  • Regelmäßige Honiggaben fördern die Blutbildung aufgrund des Eisengehalts.
  • Die Diastase im Honig wirkt als stärkespaltendes Enzym, daher hat Honig eine günstige Wirkung bei Magengeschwüren.
  • Er regt die Darmbewegungen an und fördert so Verdauung und Stuhlentleerung.
  • Der Glykutilfaktor (Acetylcholin) im Honig fördert den Einbau von Fruchtzucker in die Leber sowie die Aufnahme von Traubenzucker als Muskelstärke in die Muskeln.
  • Das Acetylcholin hat gleichzeitig eine positive, kräftigende Wirkung auf das Herz. Bei ermüdetem Herzen erweitert Honig die Herzkranzarterien, was die Versorgung des Herzens mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert.
  • ­Bauen Sie das Zitronen-Honigwasser jeden Morgen in Ihren Tagesbeginn ein, so spüren Sie nicht nur sofort einen kleinen Frischekick, sondern werden auf Dauer von den vielfältigen positiven Wirkungen dieser beiden Gesundmacher profitieren.Wohl bekomm’s!­

Panchakarma Kur

Kommentare

  • hilft das zitronen honigwasser auch bei
    vaskulärer demenz (chron. neurodegeneration)
    ich suche mittel die in dieser richtung
    bei meinem mann helefen – nach einem
    schlaganfall treten diese symptome jetzt auf
    vielen dank
    können sie mir irgendwie helfen???

    • Liebe Frau Sattler,

      das Zitronen-Honigwasser bewirkt eine sanfte tägliche Entgiftung, und kann immer unterstützend wirken. Leider wird das bei einem so ausgeprägten Krankheitsbild nicht ausreichen. Da der Ayurveda immer den gesamten Menschen betrachet, kann man kein Behandlungskonzept auf diese Weise erstellen. Das Mindeste wäre eine ambulante Diagnose von einer Stunde dauer, bei der der Arzt einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zusammenstellt, der über viele Monate eingehalten werden sollte, und immer wieder modifiziert werden muss. Auch Panchakarma, die ayurvedische Emtgiftungskur, wäre als Auftakt geeignet, aber auch das allein wird nicht ausreichen, Lebensstil, Ernährung und Kräuterpräparate müssen über viele Monate regelmäßig einngenommen werden, um schrittweise eine Besserung erreichen zu können.

    • Vitamin B1 versuchen? Das früheste und vielleicht beste Beispiel für eine Wechselwirkung zwischen Ernährung und Demenz steht im Zusammenhang mit Thiamin (Vitamin B1). Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat die Forschung gezeigt, dass Thiaminmangel mit neurologischen Problemen, einschließlich kognitiver Defizite und Enzephalopathie, verbunden ist. Zwischen dem klassischen Thiaminmangel und der Alzheimer-Krankheit (AD) bestehen insofern zahlreiche Ähnlichkeiten, als beide mit kognitiven Defiziten und einer Verringerung des Glukosestoffwechsels im Gehirn einhergehen. übersetzt aus https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26971083/

      • Ja, natürlich können jahrzehntelange Fehl- und Mangelernährung, mangelnde Entgiftung des Körpers, zu wenig Bewegung, lange anhaltender Schlafmangel, zu wenig Erholungsphasen u.v.m. eine Demenz nach sich ziehen. Sie haben völlig Recht: Es gibt inzwischen viele Studien, die Zusammenhänge mit verschiedensten Substanzen aus unserer Ernährung bestätigen. Ayurveda ist jedoch ganzheitlich; wir gleichen immer von vielen Seiten gleichzeitig aus, gerade in so einem schweren Fall wie Schlaganfall und einer Demenz ist das nötig.Wir würden dabei – auch wenn die Studienlage es hergibt – nicht nur ein oder zwei Substanzen ergänzen, sondern den Menschen als Ganzes sehen, ungesunde Gewohnheiten mit ändern, den Biorhythmus sowie die Stresstoleranz beachten und natürlich entsprechend bewährte Kräuterheilprodukte natürlichen Ursprungs verordnen – individuell abgestimmt auf den einzelnen Patienten und seine ganz persönliche gesundheitliche und seelische Situation.
        Haben Sie in diesem Zusammenhang vielen Dank für Ihren wertvollen Hinweis
        Mit freundlichen Grüßen

        Dr. Karin Pirc

  • Guten Tag,
    Gibt es einen Unterschied in der Verwendung von Zitrone und Limette?
    Mir persönlich schmeckt Limette einfach besser, aber hat sie auch die gleiche Wirkung wie Zitrone?
    Vielen Dank!

    • Liebe Frau Blume,

      auf diesem Planeten gibt es keine zwei Dinge, die bei näherer Betrachtung wirklich gleich sind, das gilt natürlich auch für zwei verschiedene Sorten derselben Gattung. Die Limette ist deutlich weniger sauer, weswegen Sie sie ja auch lieber mögen, enthält daher auch weniger Vitamin C und ist entsprechend auch weniger reinigend.
      Unser Tipp: So viel Honig zum Zitronensaft hinzufügen, dass es subjektiv angenehm säuerlich schmeckt und Sie können ja auch mit der Menge des Zitronensaftes varieren. Aber wenn alles nix hilft: Besser Limette mit Honig in lauwarmem Waswer, als gar nichts. Oft gewöhnt man sich auch an einen Geschmack. Und fühlen Sie mal in sich hinein, wenn Sie beides im Vergleich trinken, meist sagt der Körper ja selbst, was intensiver wirkt.

      Viel Erfolg und Liebe Grüße

    • Liebe Frau Wenk,

      gute Frage, denn JA, allein für sich genommen, würde die Säure der Zitrone das Pitta erhöhen und auch die Srotas, die feinsten Transportwege im Körper verengen. Deswegen nimmt man ihn verdünnt mit Wasser und puffert ihn zusätzlich mit Honig. Wohl bekomm’s!

      Karin Pirc

  • Sehr geehrte Frau Dr. Pirc,

    erstmal wollte ich mich ganz, ganz herzlich bei Ihnen für Ihre extrem hilfreichen Blogposts und YouTube-Videos bedanken. Selten habe ich jemanden gesehen, dem das Wohlergehen anderer Menschen so am Herzen liegt wie Ihnen.
    Im letzten Monat durfte ich selbst einen Tag in Ihrer Ayurvedaklinik in Bad Ems verbringen – im Zuge des Renteneintritts meiner Eltern konnte ich eine 10-tägige Panchakarmakur organisieren, um Ihnen eine gesunde und glückliche Rente zu ermöglichen – und war absolut sprachlos (natürlich im positiven Sinne) von (1) der Herzlichkeit, Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft Ihres Personals, (2) dem absolut fantastischen Essen und (3) der Professionalität der Ärzte sowie dem Personal, welches die Massagen durchführt (zumindest haben das meine Eltern erzählt). Noch nie habe ich meine Mum so begeistert davon berichten hören, dass Sie (1) Ghee zum Frühstück bekommt, (2) grundsätzlich auf Diät gesetzt wurde und (3) Einläufe bekommt, weswegen ich jetzt die Spardose „Bad Ems“ aufgestellt habe ;).

    Nun zu meiner Frage:
    Bereits seit einem Jahr nehme ich jeden Morgen Amrit Kalash, welches auf nüchternen Magen eingenommen werden sollte. Da das Zitronen-Honig-Wasser zur Sicherstellung einer optimalen Wirkung auch auf nüchternen Magen eingenommen werden sollte frage ich mich, ob der Magen durch die Einnahme von Amrit Kalash unmittelbar vor dem Trinken des Zitronen-Honig-Wassers schon nicht mehr als nüchtern gilt und somit die Wirkung des Zitronen-Honig-Wassers somit geschwächt wird?

    Vielen, herzlichen Dank und bleiben Sie gesund!

    Beste Grüße,

    Flo

    • Liebe(r) Flo,

      das ist eine sehr berechtigte Frage. Da das Ma 4 jedoch nur 1 Teel. Paste ist und auch das Zitronenwasser sehrt leicht ist und außerdem beides Vitamin C auf Fruchtbasis enthält, können Sie es gerne sogar zeitgleich nehmen.

      Vielen Dank auch für die positive Rückmeldung über den positiven Erfolg Ihrer Eltern bei der Panchakarma-Kur, das ist sicher für Sie eine Freude, dass es auf so fruchtbaren Boden gefallen ist und auch für uns Ärzte und Mitarbeiter ist das immer wieder schön, da weiß man doch, dass man etwas Sinnvolles und den Menschen etwas Gutes tut!

      Herzlichen Dank und weiter so
      Ihre

      Dr. Karina Pirc

  • Andrea Stahmer

    Liebe Frau Dr. Pic,
    vielen Dank für Ihre vielen Informationen zum Zitronenwasser. Ich bin an anderer Stelle darauf aufmerksam geworden, bin zur Herstellung ihren Empfehlungen gefolgt. Meine Kinder und ich trinken es seit zwei Wochen und es bekommt uns allen augenscheinlich sehr gut. Es ist ein schönes gemeinsames Ritual geworden. Nun habe ich gleich mehrere Fragen an Sie.
    Wie wirkt sich das Zitronenwasser auf Nierensteine aus? Ist es möglich, dass sie sich nach einer gewisssen Zeit auflösen oder abgeführt werden?
    Wie erhält es sich mit der Einnahme einer Neem- sowie einer Kurkumakugel am Morgen, dich ich gern am Morgen auch auf nüchternen Magen einnehmen möchte? Könnte es da zu einem Konflikt kommen?
    Mit herzlichen Grüßen
    Andrea Stahmer

    • Dr. Karina Pirc

      Liebe Frau Stahmer,

      es freut mich sehr, dass das Zitronenwasser bei Ihnen und ihren Kindern so einen Anklang gefunden hat, auch bei mir gehört es zum ersten was ich morgens nehme und ich freue mich jeden Tag darauf. Ich befürchte allerdings, dass es auf ihre Nierensteine keinen großen Einfluss haben wird, dafür gibt es spezielle Ayurveda-Kräutermischungen, die Ihnen einen Ayurveda Arzt vor ordnen kann. Dafür nutzen Sie bitte eine ambulante Diagnose, da man dann ein umfassendes Bild hat und ein gutes Behandlungskonzept erstellen kann.

      Sie können gerne auch ein Kräuterpräparat zeitgleich mit den Zitronenwasser nehmen, auch das ist gut möglich.
      Ganz herzliche Grüße und weiter so!

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    ist diese Zusammensetzung auch für Diabetiker Typ 2 geeignet?

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Smith

    • Sehr geehrter Herr Smith,

      erstaunlicherweise würde ein Ayurveda-Arzt dies mit Ja beantworten, da der Honig verdünnt ist und im Ayurveda als Kapha-reduzierend gilt. Allgemein erlaubt der Ayurveda auch Diabetikern die Aufnahme von einigen Teelöffeln Honig pro Tag (auf den Tag verteilt), allerdings eindeutig nur Honig und nicht Zucker!

      Trotzdem würde ich empfehlen, es aus Sicherheitsgründen auszuprobieren und testweise einmal 20 Min, 1 Stunde und 2 Stunden danach den BZ messen, um sicherzugehen. Denn nach unserem westlichen Verständnis enthält der Honig neben seinen herben Geschmackskomponenten eben doch Zuckerarten, je nach Sorte in unterschiedlichen Anteilen nämlich Einfachzucker wie Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose) und in geringerem Maße auch Zweifachzucker wie Haushaltszucker (Saccharose) und Malzzucker (Maltose) sowie andere Mehrfachzucker.
      Aber mal ganz davon abgesehen: Diabetes 2 ist mit Ayurveda gut heilbar, mit einer Kombination von Verhaltensweisen und Kräuterpräparaten – wenn Sie das interessiert, suchen Sie bitte einen Ayurveda-Arzt in der ambulanten Sprechstunde auf – auch durch eine Panchakarma-Kur sinkt der Zuckerspiegel sofort und die Insulinresistenz wird deutlich verringert.

      Liebe Grüße

      Dr. Karin Pirc

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