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Heisses Wasser

Warum heißes Wasser Wunder wirkt

Auch wenn es für uns ungewohnt ist – heißes Wasser ist ein wirksames Medikament gegen viele Erkrankungen. Im Ayurveda ist heißes Wasser seit Jahrtausenden ein zentraler Baustein für eine lang anhaltende Gesundheit. Wir empfehlen das Wasser zehn Minuten lang abzukochen. Wenn Sie eine größere Menge Wasser abkochen und dieses dann in Warmhaltekannen füllen, haben Sie gleich einen Tagesvorrat und können sich auch unterwegs damit versorgen.

Warum 10 Minuten kochen?

Durch das Abkochen verändert Wasser seine Struktur. Die Molekül-Cluster werden beim Abkochen aufgebrochen und immer kürzer. Durch diese veränderte Struktur können wasserlösliche Schadstoffe aus dem Körper abtransportiert werden, was zur Entgiftung des Körpers beiträgt.

Die ideale Wassermenge

Wie immer wird im Ayurveda der individuelle Körpertyp berücksichtigt. Menschen mit Pitta-Dominanz haben generell mehr Durst als kaphadominierte Typen und sollten daher mehr trinken. Auch spielen Faktoren, wie Alter, Jahreszeit, Stress oder Arbeitspensum eine Rolle. Trinken Sie am besten alle halbe oder dreiviertel Stunde schluckweise heißes, abgekochtes Wasser und zwar so heiß, wie es Ihnen angenehm ist. Je nach Konstitutionstyp und Wetter kann dies zwischen zimmerwarm und sehr heiß sein. Trinken Sie bitte nach Möglichkeit kein kaltes Wasser, dadurch löschen Sie Agni, das Verdauungsfeuer.

Ein spürbarer Indikator für einen zu hohen Wasserverlust ist Durst. Das bedeutet, dass man nicht erst zu Trinken anfangen sollte, wenn man durstig ist, sondern schon davor.

Zur Mahlzeit empfiehlt der Ayurveda ca. eine Tasse heißes Wasser. Ist die Mahlzeit ohnehin recht flüssig, wie bei einer Suppe, dann genügt auch weniger Wasser. Bei Mahlzeiten mit viel trockenen Anteilen kann mehr Flüssigkeit sehr hilfreich sein. Heißes Wasser zur Mahlzeit verbessert Agni, das Verdauungsfeuer und Ihre Mahlzeit kann besser verdaut werden. Eine restlos verdaute Mahlzeit ist die Grundlage für Ihre Gesundheit! Trinken Sie eine halbe Stunde vor dem Essen und eine bis anderthalb Stunden nach dem Essen kein Wasser, um ihr Verdauungsfeuer aufrecht zu erhalten.

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7 Kommentare

  1. S T E I G E R sagt:

    danke, für diese – nun wieder aufgefrischte –
    Information. Vor allen Dingen die 10 Mi. abkochen, dieses zeitfenster habe ich bisher nicht berücksichtigt und werde es aber nun ab sofort einplanen.

  2. Kohler sagt:

    Vielen Dank für die Information ! Allerdings fällt es mir sehr schwer während dem Essen nichts zu trinken ! Gibt es ein Trick ?

    Vielen Dank !

    • Dr. Karin Pirc sagt:

      Liebe/r Leser/in,
      bitte lesen Sie den Newsletter noch einmal gründlich. Wir empfehlen, ca. eine halbe Stunde vor dem Essen nichts mehr zu trinken, um die Verdauungsenzyme nicht zu „verwässern“ und aus den gleichen Grund ca. eineinhalb Stunden nach einer großen Mahlzeit ebenfalls mit dem Trinken auszusetzen. Direkt beim Essen sollen Sie jedoch heißes Wasser immer wieder zwischendurch trinken, das hebt die Temperatur im Verdauungstrakt an, so dass die Nahrung besser verarbeitet wird und verdünnt außerdem den Speisebrei, so dass die Enzyme noch einmal leichteres Spiel beim Zerlegen der Nahrungsbestandteile haben. Flüssigere Nahrung ist so grundsätzlich leichter verdaulich, als feste Nahrung. Also gerne beim Essen trinken, Ihr Instinkt ist da völlig richtig!

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. Karin Pirc

  3. Guten Morgen, ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag. Genau wegen dem heißen Wasser bzw. der Erklärung ist dieser Ausschnitt Ihrer Webseite in Facebook auf der „Schmähseite“ „Dinge, die Heilpraktiker sagen“ gelandet vor einigen Wochen.
    Für mich selbst spielt das keine Rolle. Gibt es zu diesem Wasser wissenschaftliche Untersuchungen, die das beweisen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Sigrid Selzer

    • Dr. Karin Pirc sagt:

      Liebe Frau Selzer,

      ich habe leider keine einschlägigen Untersuchungen parat, die ich Ihnen mit Literaturangabe nennen könnte. Ich habe selbst nur gelesen, dass heißes Wasser vom Trinken bis zur Ausscheidung über die Niere eineinhalb Stunden brauchen soll, während kaltes Wasser dafür 3 Stunden braucht. In einer weiteren Studie bekamen zwei Gruppen die gleiche warme Mittagsmahlzeit, einmal dampfend heiß, die zweite Gruppe auf Kühlschranktemperatur runtergekühlt. Bei der „kalten“ Gruppe brauchte die Nahrung 50 Minuten länger als bei der „warmen“, bis sie den Magen wieder verließ, ein klares Zeichen, wie sehr die Verdauungskraft durch kalte Dinge gebremst wird. Aus der Ayurveda-Praxis wissen wir, dass Menschen sich bereits nach wenigen Tagen regelmäßigen Wasserkonsums – so wie im Newsletter beschrieben – deutlich leichter und klarer fühlen, insbesondere auch, weil das Bedürfnis nach Zwischenmahlzeiten sich automatisch reduziert. Studien sind natürlich wunderbar, aber die Erfahrungen von tausenden von Patienten, wenn bisher auch noch nicht wissenschaftlich ausgewertet, bestätigen letztlich die Aussagen des Ayurveda. Wohl bekomm’s!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Karin Pirc

  4. Brisch Vera sagt:

    Vielen Dank für diesen informativen Beitrag.
    Einem inneren Impuls folgend habe ich ohne dieses Wissen viele Jahre überwiegend heißes Wasser getrunken und führe meine gute Gesundheit darauf zurück.
    Ich werde 76 Jahre, bin beschwerdefrei, körperlich und geistig beweglich und kam gestern von meiner 3. mehrwöchigen Ghana-Reise zurück.
    Vera Brisch

    • Dr. Karin Pirc sagt:

      Liebe Frau Brisch,

      herzlichen Dank für Ihre Info, die sicher eine Inspiration für viele Leser sein kann. Genauso soll es sein. Heißes Wasser ist sicher nicht alles, aber eine sehr gute Unterstützung!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Karin Pirc

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