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Michael Brandner in Bad Ems

Vom „Bambi“ nach Bad Ems: Michael Brandner

RHEIN-LAHN-ZEITUNG

VIP Der deutsche Schauspieler verbrachte Kuraufenthalt
in der Maharishi Ayurveda Klinik

Von unserer Redakteurin Michaela Cetto
10. Dezember 2016

Bad Ems. Bislang kannte Michael Brandner von Bad Ems nur die berühmten Pastillen. Heute weiß er, die Stadt hat weit mehr zu bieten als die Halsschmeichler, die so manchem VIP auf den Bühnen der Welt über Heiserkeit und garstige „Frösche“ hinweghelfen. „Diese Stadt ist wunderbar“, sagt er nach seinem fast zweiwöchigen Aufenthalt an der Lahn. In der Maharishi Ayurveda Klinik hat der deutsche Schauspieler zwischen Film-Dreh, Interviews und Bambi-Verleihung Entspannung und Erdung gefunden.

Schauspieler Michael Brandner (rechts) reiste von der Bambi-Verleihung, in der er den Preis für den besten Film national überreichte, direkt nach Bad Ems zu seiner Ayurveda-Kur. Jochen Lotz (links) von der Maharishi Ayurveda Klinik kümmert sich um die Gäste der Klinik. Foto: Michaela Cetto

„Mein Beruf ist Hochleistungssport“, erklärt er. „Man läuft kurz auf Hochtouren. Ist der Dreh vorbei,
fällt man auf Null zurück.“ Noch anstrengender als ein ausgebuchter Terminkalender sei es, den Jobs und Rollen hinterherzulaufen. Michael Brandner aber ist erfolgreich und daher viel beschäftigt. Mehr als 300 Produktionen verbucht er auf seinem Konto, sieben Mal spielte er allein in der Krimi-Reihe „Tatort“, außerdem verkörperte er Bösewichte, Witzbolde, schräge Vögel im „Polizeiruf 110“, „Soko Leipzig“, „Alarm für Cobra 11“, „Die Camper“ und in zahlreichen weiteren Krimis und Komödien, Filme wie Serien. In  Dramen und Melodramen spielte er differenzierte Charaktere. In dem Doku-Drama „München 72“ zum Beispiel stellte er Hans-Dietrich Genscher dar. Er ist der Polizeirat in der ARD-Serie „Hubert und Staller“, wirkte im Kinofilm „Wunderkinder“ mit, der als bester ausländischer Film auf mehreren Festivals prämiert wurde, war in der internationalen Produktion The Monuments Men unter der Regie von George Clooney zu sehen und, und, und. Stress? „Gerade jetzt? Nein, jetzt bin ich tiefenentspannt.“

Seine Stimme ist weich, seine Augen blitzen, wenn er lächelt, und sein Lächeln ist (oder wirkt zumindest) authentisch. Und obwohl sein Gesicht Hunderten unterschiedlichen Rollen Charakter gab, scheint er hier, auf der Korbcouch im gemütlichen Wartezimmer der Ayurveda-Klinik, ganz er selbst zu sein. Er plaudert aus dem Nähkästchen,
von seiner Jugend, der Hausbesetzer-Zeit, seiner Karriere als Schauspieler, wobei er von Hause aus eigentlich Schreiner ist. Auf der Bühne in Bochum tat er seine ersten Schritte im Rampenlicht und wurde
später Ensemblemitglied am Stadttheater Dortmund, bevor er 1983 in „Rote Erde“ das erste Mal im Fernsehen zu sehen war. Er erzählt auch von seiner Familie, von seiner Freundschaft zu den Schauspielkollegen Armin Rohde und Klaus Behrendt, von seiner Wahl-Heimat München und von der Wichtigkeit, Ruhe zu finden, um man selbst zu bleiben.

„Ich meditiere seit 35 Jahren, alleine oder auch in Gruppen, dann ist es noch intensiver“, sagt er. Den Ayurveda hat er schon früh für sich entdeckt. „Es ist dieser ganzheitliche Ansatz“, erklärt er. „Alle Sinne werden angesprochen und rufen sofort,danke‘.“ Auch die ayurvedische Küche begeistert den 65-Jährigen. Kurz vor seiner Abreise bucht er noch einen Kochkurs in der Klinik. „Ich will auf jeden Fall wenigstens zwei, drei Gerichte mitnehmen“, verrät er. „Kochen entspannt mich extrem. Und dazu höre ich richtig laut Musik.“ Denn Ruhe finden, muss für ihn nicht unbedingt leise zugehen. Neben den ayurvedischen Rezepten packt Michael Brandner auch viele tolle Eindrücke mit in den Koffer, die nicht nur die Einrichtung, sondern das ganze Ambiente der Stadt bei ihm hinterlassen haben.

„Die Römerstraße, der Fluss, die Quellen“, schwärmt er. „Dieses wunderschöne Hotel. Die Stadt ist reich, das müssen die Leute hier merken.“ Zurückkommen möchte er auf jeden Fall. Dann mit mehr Zeit, um nicht nur die Stadt, sondern auch die Region näher zu erkunden.

 

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