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Kaltgetränke

Eiskalte Getränke löschen das Verdauungsfeuer

Im Sommer besonders beliebt: Kaltgetränke mit Eiswürfeln
Zwar hat uns dieser Sommer nicht mit hochsommerlichen Temperaturen verwöhnt, aber Kaltgetränke mit Eiswürfeln sind auch bei mäßiger Sommerwärme bei Groß und Klein sehr beliebt. Aber nicht im Ayurveda! Denn die harmlos aussehenden Eiswürfel können Ihr Verdauungsfeuer richtig lahmlegen. Die Folge ist, dass Ihre Nahrung nicht gut verdaut wird und mit der Zeit kann sich immer mehr Ama bilden. Ama ist die ayurvedische Bezeichnung für alles, was unverdaut im Körper bleibt und die Basis für Krankheiten bilden kann.

Im Ayurveda gilt: Du bist, was du verdaust
Ayurveda ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem, das sich zum großen Teil mit der Vermeidung von Krankheit beschäftigt. Der zentrale Aspekt, wie Krankheiten gar nicht erst entstehen, liegt dabei auf der Ernährung und Verdauung. Der Ayurveda lehrt uns, dass Agni, das Verdauungsfeuer, für die Qualität der Verdauung maßgeblich ist. Agni kann man sich am besten wie einen kleinen Verbrennungsofen vorstellen, der in unserem Verdauungssystem dafür sorgt, dass alles, was wir ihm vorsetzen, möglichst rückstandsfrei verbrannt wird. Die Energie, die bei einer vollständigen Verdauung freigesetzt wird, ermöglicht uns ein Leben voller Tatkraft, Schwung und Freude.

Agni ist unser Verdauungsfeuer
Zwischen zwölf und ein Uhr mittags arbeitet Agni am stärksten, daher ist dies die ideale Zeit für die schwerste Mahlzeit des Tages, das Mittagessen. Die Zeit von Pitta (das Feuer-Dosha) reicht von zehn bis zwei Uhr, sowohl am Tage, als auch nachts. Warum Sie jedoch nachts nichts essen sollten, lesen Sie weiter unten. Damit Agni, unser Verdauungsfeuer optimal arbeiten kann, sollte man häufig warme Speisen und Getränke genießen. Wer jedoch während der warmen Mahlzeit ein eisgekühltes Getränk zu sich nimmt, löscht Agni mit jedem Schluck ein bisschen mehr.

Warmes Essen wird schneller verdaut
Ein englisches Ärzteteam hat zwei Gruppen von Menschen genau das gleiche Mittagessen serviert. Die eine Gruppe bekam die Mahlzeit heiß dampfend, die andere Gruppe aß das gleiche Gericht eiskalt aus dem Kühlschrank. Das Resultat war erstaunlich: Das warme Essen wurde zügig vom Magen in den Zwölffingerdarm befördert, während das kalte Essen etwa 50 Minuten brauchte, bis es weitergeleitet wurde. Die Verdauungssäfte, die bereitgestellt wurden, sind zu diesem Zeitpunkt längst wieder vom Darm aufgenommen. Die nun angekommene Nahrung konnte daher nicht mehr optimal verdaut werden.

So muss man sich nach einem solchen Essen nicht über Blähungen und andere Verdauungsstörungen wundern. Im Ayurveda gibt es eigentlich keine strengen Regeln, es handelt sich immer um Empfehlungen und Tipps. Eigentlich! Die einzige Ausnahme ist diese Regel:

Essen oder trinken Sie nichts direkt aus dem Kühlschrank

Ein schwaches Agni und der Beginn von Krankheiten hängen eng zusammen. Wenn unser Verbrennungsofen nicht gut arbeiten kann, entstehen Stoffwechselrückstände. Sie kennen das sicher von einem Kaminfeuer oder Lagerfeuer. Wenn das Brennmaterial zu feucht ist, kommt die Flamme einfach nicht ins Lodern. Am Ende bleibt eine Menge verkohltes Holz übrig, das zu nichts mehr Nutze ist. Auf uns Menschen übertragen bedeutet das: Durch ein schwaches Verdauungsfeuer produzieren wir Ama = Stoffwechselrückstände. Das Trinken von eisgekühlten Getränken während der Mahlzeit schwächt Agni.

Auch ein gelegentliches Speiseeis – zwischendurch gegessen – sollten Sie immer genüsslich schlecken, statt große Stücke davon auf einmal runterzuschlucken! Im Laufe eines Lebens kann sich durch ein geschwächtes Verdauungsfeuer eine Menge Ama ansammeln. Üblicherweise legen sich diese Stoffwechselrückstände bevorzugt an den Schwachstellen des Körpers an. Hier zeigen sich dann auch die ersten Krankheitssymptome.

Nachts verdaut unser Körper die Erlebnisse des Tages
Pitta-Zeit, die Zeit des Feuers, ist genau wie am Tage auch von zehn Uhr bis zwei Uhr, also von 22 Uhr nachts bis 2 Uhr morgens. Aber nachts legt das Verdauungssystem im Darm eine Ruhephase ein. Stattdessen transportiert der Körper im Schlaf in der Pitta-Zeit die tagsüber bereits zerlegten Nahrungsbestandteile nun aus dem Blut in die Körperzellen. Außerdem „verdaut“ das Gehirn die Ereignisse des Tages. Das Träumen ist ein Teil dieser „Verdauungsarbeit“. Menschen, die nachts lange aufbleiben oder nicht schlafen können, kennen sicher das Hungergefühl, das sich gegen Mitternacht einstellt. Statt etwas zu essen, das nicht verdaut werden kann, hilft jetzt ein Glas Gewürzmilch.

Milch ist bereits vorverdaut und belastet die Verdauung kaum. Noch besser ist es jedoch, deutlich vor Mitternacht ins Bett zu gehen, um die Körperzellen gut nähren zu können und das Nervensystem zu stärken.

 

 

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